Aus Liebe zum Menschen.
Aus Liebe zu Poing.

Helfer vor Ort

In der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag, am 4. April 1996, war es soweit. Der „Helfer-vor-Ort“ (HvO) Poing startete seinen Regelbetrieb. Damals noch als „Schnell-Einsatz-Gruppe“ bezeichnet, begannen die Kollegen Dieter Steinbrunner und Thomas Stolle ihren Dienst über die Osterfeiertage.

Initiiert und aufgebaut von Dieter Steinbrunner gehörte die Poinger BRK Bereitschaft mit zu den Ersten, die ein derartiges Ersthelfersystem etablierten. Heute sind unzählige ehrenamtliche Ersthelfergruppen aktiv, organisiert von den unterschiedlichsten Hilfsorganisationen und Feuerwehren.

Auch wenn es durchaus ein wenig Zeit erfordert hat, bis wir von allen Beteiligten als das anerkannt wurden, was wir sind: Eine Erweiterung der Rettungskette mit dem Ziel, noch früher effektiv zu helfen.

Seit diesem 4. April 1996 ist viel geschehen. Zu rund 5300 Einsätzen wurde der „Helfer vor Ort“ in dieser Zeit alarmiert. Jedes Mal rückten die Poinger Ersthelfer aus, um qualifizierte Sofortmaßnahmen zu ergreifen. Nicht selten konnte durch ihren Einsatz Leben gerettet werden.

Aber auch traurige, seltsame und teilweise sehr belastende Einsätze waren zu bewältigen. Besonders Einsätze mit Kindern und Hinterbliebenen fordern unsere Helfer psychisch wie physisch. Hier sind Einsatz-nachbesprechungen besonders wichtig, um Belastungsreaktionen frühzeitig erkennen zu können. Glücklicherweise gibt es mittlerweile bei Bedarf auch professionelle Hilfe für die Helfer.

Manchmal ist das ganze Arsenal moderner Notfallmedizin notwendig um einem Patienten zu helfen. Und manchmal reicht es, dass Gefühl zu vermitteln, dass jemand da ist um die Situation gemeinsam zu ertragen. Mitgefühl und Menschlichkeit sind die wichtigsten Werkzeuge für unsere Tätigkeit. Das war 1996 schon so und könnte in diesen Tagen nicht aktueller sein. Wir sind stolz auf 20 Jahre "Helfer vor Ort" und das damit verbundene ehrenamtliche Engagement.